Wie und Warum Muskeltesten funktioniert

Ich benutze den Deltoideus anterior zum Testen.
Der Klient / Die Klientin steht vor mir und lässt ihre Arme locker am Körper herabhängen. Ich sage: “Ein Ja!” und drücke sanft auf den Unterarm. Der Arm bleibt stabil an seiner Stelle stehen. Ich sage: “Ein Nein!” und der Arm geht nach hinten weg. Der Muskel gibt nach, verliert seine Kraft und kann nicht mehr gegenhalten werden.
Das sind die beiden Resonanzen, die mir der Körper geben kann:  Ein Ja und ein Nein.
Warum das funktioniert?
Unser Körper reagiert auf stärkende Worte oder Gedanken genau so, wie auf schwächende. Fühle einmal in dich hinein, wenn du an einen dir geliebten Menschen denkst. Diese Energie gibt dir Kraft, oder?
Wenn du nun einen Gedanken hast, der dich schwächt, weil er dir Angst macht, spürtst du, wie dein Körper in sich zusammen fällt?
Spürst du die Schwäche?
Spreche ich nun gegenüber dem Körper etwas aus, was ihn schwächt, ihn stresst, ihm Angst bereitet, dann wird der Muskel im Test schwach werden. Eine Entstressung des Ausgesprochenen wird den Muskel stark testen lassen und im Alltag keine negative Ladung mehr haben. Das bedeutet, das ein Stressthema, z.B. “Immer schreit mein Kind beim Anziehen.” im Alltag weniger bis garnicht mehr anstrengt.
Meine Aufgabe ist es, dem Körper Fragen zu stellen, die eben nur ein Ja oder ein Nein zulassen, damit er entsprechend antworten kann.
Wenn ich den Körper nun frage: “Ist es sinnvoll eine Bachblüte zu lesen?” dann kann er mir antworten, in dem er “Ja” sagt, also der Muskel stark bleibt, oder eben ablehnend, in dem er “Nein” sagt und der Muskel schwach wird.
Wie bereits in einem anderen Artikel erwähnt, fürhren wir vor der eigentlichen Arbeit ein ausführliches Gespräch. Du erzählst mir was dich beschäftigt, woran du arbeiten willst.
Wenn ich dann deine Arme berühre, teilt sich dein Körper mir mit. Du kannst dir das so vorstellen, als höre ich in mir eine Stimme, die mir sagt, worum es bei dir geht.
Warum das funktioniert?
Das Geheimnis dahinter sind die Spiegelneuronen in unserem Gehirn. Wir besitzen sie, weil wir soziale Wesen sind und uns in andere hinein versetzen können. Das kennst du sicherlich von dir selbst auch…
Es geht also um Empathie in einem ziemlich weiten Sinne. Empathie und Intuition. Denn nicht nur Worte kommen durch die Berührung, sondern auch körperliche Empfindungen, Bilder, Geräusche und manchmal auch Gerüche die mein Körper quasi als Spiegelbild von dir aufnimmt und die ich dann in der Arbeit umsetze.
Diese Fähigkeit hat jeder Mensch in sich. Manchen macht sie Angst. Ich habe mich dazu entschieden dieser Fähigkeit noch mehr Raum zu geben, weil sich einfach gezeigt hat, das die Empfindungen mir weisere Erlebnisse und Entscheidungen bieten, als es ein ausschließlicher Gedanke kann.
Du kennst sicherlich die sprichwörtlichen “Kopfgeburten”?! Da fehlt eben oft etwas, was die ganze Sache rund macht. Vielleicht der Bauch, das Herz oder ein Stück Seele.
Vom Prinzip her ordne ich dann mit Hilfe der unterschiedlichen Entstressungen das, was durcheinander oder ins Stocken geraten, belastet oder aus der Aufmerksamkeit gefallen ist.
Beim “Aufräumen” helfen mir universelle Gesetzmäßigkeiten ebenso, wie genetische Vorgaben des Körpers oder ethische Grundlagen einer Gesellschaft.