Kinder, Eltern, Menschen

Unsere älteste Tochter geht jetzt, mit 2 in die Spielgruppe. An zwei Tagen die Woche hab ich Vormittags mehr Zeit für mich und für unsere Jüngste.
Ich bin mir darüber im Klaren, das wir in einer sehr privilligierten Position sind: Ich muss meine Kinder nicht "sofort" in die KiTa geben, weil ich meiner Arbeit dann nachgehe, wenn mein Mann sich um die Große kümmern kann. Die Kleine kann ich noch mitnehmen, weil sie einfach sehr viel schläft oder in pack sie während der Sitzung ins Tuch, wo sie sich auch ganz schnell einkuschelt und schläft. Wie im Bauch!
Tücher!!!  Kinder zu tragen ist für alle Beteiligten sein Segen. Eine wunderbare Sache und vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Die Kinder weg zu legen und schreien zu lassen, sie allein schlafen zu lassen, sie früh in die KiTa zu geben und fremd zu betreuen etc. entspricht nicht unseren jahrtausend alten genetischen Prägungen, sonderen sind eine Erfindung der Industrialisierung.
"Man braucht ein Dorf, um ein Kind groß zu ziehen."
Zu Hittis Zeiten kam dann auch noch dazu, das man "Kinder zwar sehen, aber nicht hören darf."

Das ist in vielen von uns noch immer drin - kann ganz einfach entstresst werden - und führt dazu, das viele Kinder immer wieder als störend erleben. Sie sollen "brav" sein und angepasst.
Ich lese derzeit ein Buch von Jesper Juul: Dein kompetentes Kind - Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Famile.
Zudem gefällt  mir Gerald Hüter.
Man könnte vermutlich noch viele viele inspirierende Menschen mehr aufzählen.

Mir ist es ein Anliegen zu sagen, das die Kinder eine Einheit mit ihren Eltern bilden und das sich diese Einheit stärkend auf das Kind auswirkt.

Das Kind allein schlafen zu lassen, es schreien zu lassen etc sind Erziehungsmaßnahmen, die eine Trennung bewirken und das Kind in der Wahrnehmung seiner Bedürfnisse schwächen. Die von Anfang an vorhandene Einheit des Kindes wird gestört und muss dann wieder mühsam aufgebaut werden. Diese Kinder kommen in meine Praxis und Erwachsene kommen, um genau das wieder zu finden: Das Gefühl aus einem Guß zu sein. Eine Einheit von Körper, Geist und Seele.
Im Zuge der globalen Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen ist es meiner Meinung nach absolut sinnvoll, bei unseren Kindern anzufangen und sie viel mehr zu lassen und zu vertauen um ihnen das Gefühl der Einheit nicht zu versauen.
In der Veränderung der Haltung dem Kind gegenüber verändert sich meine Haltung zur Welt und es besteht eine Möglichkeit, darüber mein Selbstgefühl wieder zu erlangen und selbst wieder heil zu werden.
Dann wird Mißgunst weniger, die Trennung tritt in den Hintergrund und wir können als einer sichern inneren Haltung heraus in die Welt gehen.


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